Grundschulstandort Goltzstraße

Status : Invited Competition, 2017
Client : Land Berlin
Location : Berlin-Spandau, Germany
Program : Education
Size : 6.800 m²
Team : Eunho Jung
Collaborators: AllesWirdGut

 

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Stadtbaustein, Campus und Pavillons im Grünen

Der Schulstandort wird zum Nachbarn und zum Teil des westlich liegenden Wohngebiets. Er bildet den Dreh- und Angelpunkt vom Quartier, Havel und Hallen. Die Schulgebäude sind die Vermittler. Durch die Positionierung der Baumassen entlang der Goltzstraße können zwei hochwertige Stadträume ge- bildet werden: im Westen ein gefasster Straßenraum, im Osten ein intimer, klar definierter Schulhof.

Die Kleinteiligkeit des in Lernhäuser aufgegliederten Baus assoziiert die Schule deutlich mit dem Wohnviertel.
Leicht verschliffene und abgeknickte Baufluchten lassen Durchblicke zu. Wie Handschmeichler regieren die Volumen auf die unterschiedlichen Richtungen der Umgebung. Die kammartige Struktur nach Osten schafft die Verzahnung vom Blockrand mit den urbanen Grünflächen.

Der Eingang zur Schule befindet sich zwischen den zwei südlichen Lernhäusern, direkt gegenüber der neu entstehenden Freifläche.
An der Kreuzung Goltzstraße/Mertenstraße bildet die Sporthalle den Auftakt zum Campus. Eine bauliche Zäsur zwischen dieser und den Schulgebäuden macht die Sonderstellung deutlich.

Die Perlenkette an der Goltzstraße

Parallel zur Goltzstraße erschließt eine innere Magistrale die einzelnen Baukörper. Sie bietet klare Orientie- rung: zur Hofseite reihen sich die Cluster an, nach Westen die Funktionsbereiche.
Den Auftakt, direkt am großzügigen Foyer des Hauteinganges, bildet gleich linkerhand die Aula. Sie kann somit öffentlichkeitswirksam auch als Kontaktraum zur Nachbarschaft fungieren. Anschließend ist die Mensa angeordnet, deren Küche leicht von der Straße aus angedient werden kann.

Helle Treppenräume weiten den Gang auf und lassen Durchblicke und Durchgänge zum Freiraum offen. Die Verlängerung der Magistrale bildet im Norden den überdachten Übergang zur Sporthalle. Rechterhand docken die Lernhäuser an: ein Cluster für jede Jahrgangsstufe mit drei Klassenräumen, ein Schulhaus für jeden Zug.

Zwischen den Clusterhäusern bilden sich intimere Außenräume, die sich später zum Schulhof weiten. Hier kann Unterricht im Freien stattfinden. Auch zur Straße können im ersten Obergeschoß die Terrassen genutzt werden.

Das Kleid – Gestaltung

Eine Lamellenfassade umwebt das gesamte Ensemble. Die vertikalen Holzelemente zeichnen deutlich die einzelnen Volumina nach und geben der Anlage einen eigenständigen Charakter. Sie sind Gestaltungsele- ment und Sonnenschutz. Die Erschließungsspanne wird als Glasfassade (Pfosten-Riegel-Konstruktion) vor- geschlagen. Diese entmaterialisierten Teile heben den Kontrast zu den Lernhäusern hervor. Massive Brüs- tungen bilden Fensterbänder mit Öffnungsflügeln, die jedoch hinter dem Vorhang verschwinden.



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